Wie können wir kritisch über Fortschritt sprechen?
Wie fortschrittlich ist Fortschritt und wohin führt er uns? Wie können wir im Deutschen Technikmuseum über Fortschritt sprechen, ohne seine Schattenseiten – vom Rebound-Effekt bis zur Ressourcenkrise – auszublenden? Und wie können wir in den Ausstellungen diese Widersprüche sichtbar machen?

Wie kann technologischer Fortschritt nachhaltiges Wachstum beeinflussen? Für die Forschung zu dieser Frage wurde 2025 unter anderem der Wirtschaftshistoriker Joel Mokyr mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.
Der Fokus seiner Arbeiten liegt auf der Erklärung der Industrialisierung, die Mitte des 18. Jahrhunderts in England begann und sich schnell in Europa und dann in anderen Weltregionen ausbreitete. Dadurch setzte ein bislang beispielloses Wirtschaftswachstum ein – und zugleich begann der vom Menschen verursachte Klimawandel. Mokyr erklärt dieses Wachstum einerseits mit einer damals neuen technischen Kultur und andererseits mit neuen vertrauenswürdigen Institutionen, die seit der Aufklärung entstanden sind.1
Die neue technische Kultur war gekennzeichnet durch die Abkehr von einer auf Erfahrungswissen basierenden Technikentwicklung hin zu der Verbindung von technischer Entwicklung mit wissenschaftlicher Forschung. Diese Kultur ging mit einer Faszination für neue Technik einher und war unter anderem grundlegend für die Entstehung von Institutionen wie technischen Hochschulen, die maßgeblich zum Verständnis und zur Einstellung gegenüber Technik beitrugen und dadurch wiederum die Verbreitung von neuer Technik ermöglichten.2

Mokyr zeichnet zwar eine Erfolgsgeschichte der Technik, betont aber gleichermaßen ihre negativen Effekte und Folgen. Der ständige technisch-ökonomische Wandel förderte Kreativität und brachte sowohl Gewinner als auch Verlierer hervor. Vor allem war das andauernde Wachstum (sustained growth) kein nachhaltiges Wachstum (sustainable growth). Umweltressourcen waren lange scheinbar kostenlos, sie mussten nur abgebaut und genutzt werden. Negative Folgen wie Klimawandel und Umweltzerstörung wurden nicht bedacht und konnten auch lange Zeit ausgeblendet werden. Doch heute können wir die ökologischen Folgen nicht länger ignorieren, denn sie bedrohen bereits unsere eigenen Lebensgrundlagen.3 Der Zusammenhang ist so simpel wie nachweisbar, betont die Ökonomin Claudia Kemfert: „Mehr Wirtschaftswachstum heißt mehr Energieverbrauch heißt mehr CO2-Emissionen heißt mehr Klimakrise.“4
Dennoch sieht Mokyr in technischen Rückkopplungen, also jenem Effekt, dass die unbeabsichtigten Nebenfolgen von Technik die Vorteile eben dieser Technik wieder aufheben, kein Argument gegen Fortschritt. Er argumentiert, dass es Lernprozesse und Anpassungen braucht: Wachstumszahlen und Produktivitätsstatistiken müssten demnach ergänzt werden um Umwelteffekte und Lebensqualität.
Hier setzt unser Forschungsprojekt PITCH an, das im Rahmen des Horizon Europe-Programms5 gefördert wird. Als Teil eines europaweiten Forschungsverbundes untersuchen wir die Dauerausstellung des Deutschen Technikmuseums. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie technische Museen jene Rückkopplungen darstellen können, für deren Erforschung Mokyr den Nobelpreis erhielt, nämlich die Zusammenhänge zwischen Technikentwicklung, Wirtschaftswachstum und globaler Umweltkrise. Zugleich versteht sich PITCH als Teil der Lernprozesse und Anpassungen, mit denen wir nicht nur die technische Entwicklung der Vergangenheit neu beleuchten, sondern auch neue Perspektiven für die Zukunft schaffen. Wir untersuchen daher, wie technische Museen neue Erzählungen des technischen Wandels entwickeln können, die eine „green transition“, also den Übergang in eine klimaneutrale, ressourcenschonende und gerechte Gesellschafts- und Wirtschaftsform, unterstützen. Damit schließen wir an eine breite Debatte zu gesellschaftlichen Transformationen im Kontext der Nachhaltigkeit an. Demnach ist ein Wandel im gesellschaftlichen Mindset notwendig, um der Klimakrise wirksam zu begegnen.
So betont etwa die zentrale Mitgestalterin des Pariser Klimaabkommens, Christina Figueres, dass nicht nur politische Rahmenbedingungen und technologische Innovationen notwendig seien, sondern auch ein verändertes gesellschaftliches Verständnis und eine neue Haltung gegenüber Zukunft und Umwelt. Figueres plädiert in diesem Zusammenhang für einen „aufgeklärten INTERVENTION Optimismus“, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, die ökologische Krisen ernst nimmt und gerade daraus Motivation und Handlungsbereitschaft schöpft.6 Wie bereits Mokyr vorschlägt, setzen wir bei den unbeabsichtigten Folgen des technischen Fortschritts an. Umweltverschmutzung, Klimafolgen der Verbrennung fossiler Rohstoffe sowie die dauerhaften Spuren, die Plastikpartikel und Feinstaub hinterlassen, gehören zu den drängendsten Problemen unserer Zeit. Sie sind ursächlich mit der Geschichte der Technik verknüpft, die Technikmuseen ausstellen. Deshalb sind unsere zentralen Fragestellungen: Wie machen wir diesen Teil der Geschichte im Museum sichtbar? Wie machen wir das auf eine Weise, die die nötigen Anpassungen von Technik und Wirtschaft unterstützt? Wie motivieren wir dazu, neu über Technik nachzudenken und post-fossile Zukunftsbilder zu entwerfen?
Unsere Grundannahme ist, dass die in Technikmuseen gängigen Erklärungen des technischen Wandels eine Vorstellung von Fortschritt stützen, die die negativen ökologischen und klimatischen Folgen dieses technischen Wandels ausblendet. Besonders die Rohstoffbasiertheit technischer Kultur und ihre Abhängigkeit von fossilen Energien wird selten thematisiert, obwohl sie einen zentralen Aspekt moderner Technikgeschichte darstellt und den Diskurs um technische Leitbilder, wie dem Verbrennungsmotor, aktuell prägt. Diese fossile Abhängigkeit ist aus vielen Gründen problematisch, vor allem aber macht sie erpressbar und heizt die Klimakrise an, wie Claudia Kemfert betont.7

Betrachten wir solche aktuellen Fortschrittsnarrative, fällt auf, dass sie Technik vor allem als technische „Revolutionen“ und Innovationen der Vergangenheit deuten. Auch wird immer wieder ein Entwicklungsmodell vermittelt, bei dem seit der Industrialisierung mehrere Revolutionsstufen aufeinanderfolgen. Solche linear-chronologische Darstellungen der technischen Entwicklungsstufen finden sich in vielen Museen, Schulbüchern und Lehrwerken. Sie prägen daher die gängige Vorstellung der Industrialisierung als fortschreitendem Prozess und und legen den Aufbruch in eine technische Moderne nahe. Der Glauben an einen beständigen Fortschritt und ein damit verbundenes Wachstumsversprechen ist hier Prämisse, oder, wie der Technikhistoriker Thomas Hänseroth ausdrückte, „Pathosformel“ für Ingenieurinnen und das Bürgertum, Politikerinnen und Wissenschaft.8

Ein besonders offensichtliches Folgeproblem wird als „Rebound-Effekt“ bezeichnet und geht auf den britischen Ökonomen William Stanley Jevons zurück. Er beschäftigte sich auf dem Höhepunkt der Industrialisierung mit der Frage, wie lange die Kohlenvorräte Großbritanniens und Europas noch ausreichen würden und beobachtete dabei ein Phänomen: Je sparsamer der Kohlenverbrauch der Dampfmaschinen wurde, desto größer wurde das Interesse an ihnen. Folglich gab es immer mehr Dampfmaschinen, die dann trotz sparsamerer Technik insgesamt immer mehr Kohlen verbrauchten. Seitdem finden wir das Phänomen in vielen technischen Bereichen: Technische Verbesserungen machen die Technik attraktiver, sie wird häufiger genutzt und dadurch werden Folgen, die bei geringer Nutzung noch akzeptabel waren, schwerwiegender.
Der Klimawandel hat das Fortschrittsversprechen – die Vorstellung, dass man alle Probleme technisch lösen könne – nachhaltig infrage gestellt.
Solche Vorstellungen eines zielstrebigen Fortschritts, der die Geschichte prägte, erklären die Entwicklung neuer Technologien dabei einerseits aus der Logik technischer Machbarkeit und technischer Rekorde und andererseits aus der Logik der kontinuierlichen Verbesserung. Letztere reagiert direkt auf Probleme, die bei jeweils bestehenden Techniken auftreten und behebt diese. Bei technischen Problemen funktioniert dieser „technological fix“ tatsächlich oft. Jedoch führt das dazu, dass die Technikentwicklung immer weiter in denselben Bahnen verläuft und technische Alternativen und Wenden keine Rolle spielen. Dieser Blick auf die technischen Innovationen der Vergangenheit ist in mehrerlei Hinsicht problematisch. Vor allem wird er zum Problem, wenn ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, der technische Fortschritt werde schon – praktisch in einer Art Naturgesetzlichkeit – mit allen Problemen fertig. Das stimmt jedoch (leider) nicht. Nicht alle Probleme lassen sich technisch „wegentwickeln“. Denn die globalen Umweltprobleme, die heute bereits viele Menschen bedrohen, sind „wicked problems“, „bösartige Probleme“, die so komplex sind, dass sie sich einfachen technischen Lösungen verschließen.
Mitunter dieses Phänomen führte dazu, dass der Glauben an den Fortschritt in den vergangenen Jahren zunehmend ins Wanken geraten ist. Insbesondere der Klimawandel hat das Fortschrittsversprechen – die Vorstellung, dass man alle Probleme technisch lösen könne – nachhaltig infrage gestellt und die Ambivalenzen technischer und ökonomischer Entwicklung deutlicher denn je offengelegt. Die Transformationsforscherin Maja Göpel erklärt, dass wir diesen Ambivalenzen nur kompetent begegnen können, wenn wir unser Mindset, unsere Überzeugungen und Orientierungsmuster verändern, nach denen technischer Fortschritt bewertet und Wachstum bemessen wird. Der erste Schritt dazu ist es demnach, ehrlich auf den Status Quo zu blicken und zu reflektieren, wo die bisherigen Ideen herkommen. Auf dieser Grundlage kann schließlich an einem neuen Wirtschaften gearbeitet werden, das die Ziele der „green transition“ im Blick behält. Deutlich wird in Göpels Arbeiten: Eine andere Welt ist möglich, doch wir müssen neue Ideen entwickeln und Visionen haben, damit wir Veränderungen mutig angehen können.9
Der Soziologe Andreas Reckwitz beschreibt die aus diesen Ambivalenzen entstehende Unsicherheit als Charakteristikum der Spätmoderne. Die neuen Ängste stehen der alten Hoffnung gegenüber, die der Glaube an den Fortschritt mit sich bringt. Reckwitz bringt dies direkt mit der Krise der Demokratie in Verbindung, wenn er schreibt: Die Einlösung des Versprechens auf stetige Verbesserung der Lebensumstände sei ein Grundgerüst der Demokratie und das Fortschrittsnarrativ „das kulturelle Metaskript“.10 Wie auch Mokyr stellt sich Reckwitz damit nicht gegen ein Fortschrittsnarrativ, sondern erklärt vielmehr, dass dieses neu verhandelt werden müsse.
Ausgehend von unseren Forschungen zum Fortschrittsnarrativ in technischen Museen, haben wir im Deutschen Technikmuseum eine Intervention, also einen Rundgang erarbeitet, der ab Februar 2026 zu sehen sein wird. Er präsentiert das Deutsche Technikmuseum als Museum des fossilen Zeitalters. In einer ersten Arbeitsphase haben wir uns darauf konzentriert die Präsentationsform der Objekte, deren Texte und die sich durchziehenden Narrative der Dauerausstellungen zu entschlüsseln. Unser Fokus auf das Thema fossile Rohstoffe macht deutlich, dass diese in vielen Ausstellungen weder materiell präsent noch textlich ausreichend thematisiert sind. Besonders auffällig ist dieses Fehlen in jenen Präsentationen, die sich mit Fahrzeugen und Mobilität befassen – Bereichen also, in denen fossile Energieträger, der Zugang zu entsprechenden Ressourcen und deren Verbrauch eine zentrale Voraussetzung für die technische Entwicklung darstellen. Warum aber bleiben Kohle und Öl hier unsichtbar, wenn sie doch sowohl für das Verständnis der technischen Funktion, als auch für deren gesellschaftliche Verbreitung notwendig sind?

Eine Antwort darauf bieten kulturwissenschaftliche Konzepte, die sich mit der Rolle des Erdöls beziehungsweise der fossilen Rohstoffe beschäftigten. Sie zeigen eine Verbindung zwischen der materiellen Omnipräsenz dieser Rohstoffe und den etablierten Narrativen auf. Demnach ist über die Jahrzehnte eine fossile Mentalität entstanden, also eine vorherrschende Haltung und Normalitätsvorstellung, die auf der Annahme einer stetigen Verfügbarkeit großer Energiemengen beruht. Die Existenz fossiler Rohstoffe ist in der Moderne folglich so selbstverständlich, dass sie kaum noch thematisiert wird. Seit der Industrialisierung bilden sie das Lebenselixier technischer Entwicklung und sind in unserem Alltag wie auch in unserer Vorstellungswelt allgegenwärtig, obwohl der Rohstoff selber weitgehend unsichtbar geblieben ist.11 Der Kulturwissenschaftler Benjamin Steininger fragt in diesem Sinne: „Muss den kulturell und evolutionär vom Feuer gemachten Menschen das Motorenfeuer wieder neu erklärt werden, weil sie es als selbstverständlich voraussetzen und nicht mehr verstehen?“12

Für unsere Intervention ergibt sich daraus die Forderung, die fossil-industrielle Rohstoffbasis wesentlich stärker in den Vordergrund zu rücken. Kohle, Öl und Gas waren zentrale historische Triebkräfte technologischer und gesellschaftlicher Entwicklung und haben die materiellen Bedingungen der Moderne maßgeblich geprägt. Ohne fossile Energieträger wären Dampfmaschinen, Verbrennungsmotoren, Kunststoffe, Düngemittel und die chemische Industrie ebenso wenig denkbar gewesen wie beheizte Wohnräume und die breite Verfügbarkeit von Warmwasser. Es geht zunächst ganz „simpel“ darum, diese Abhängigkeit der technischen Entwicklung von fossilen Ressourcen in der Ausstellung darzustellen.
Neue kuratorische Perspektiven auf die Technikgeschichte seit dem Industriezeitalter sollten die Bedingungen für die technischen Entwicklungen ebenso wie ihre gesellschaftlichen Wechselwirkungen und Folgen in den Mittelpunkt stellen. Im Rahmen der Intervention erproben wir dieses Konzept auf eine einfache und unmittelbar umsetzbare Weise: Wir präsentieren ein Museum des fossilen Zeitalters, indem wir die bestehende Dauerausstellung gezielt um eine Perspektive auf fossile Rohstoffe erweitern.
Die Umsetzung geschieht auf zwei Ebenen. Die erste ist die bereits erwähnte Intervention in zentralen Bereichen des Museums, wo wir die grundlegenden Botschaften unseres Vorhabens erläutern, szenografisch präsentieren und die Besuchenden zur Diskussion einladen. Die zweite Ebene ist die Neubeleuchtung von ausgewählten Objekten aus der Dauerausstellung, um die Verbindung dieser Objekte mit fossilen Ressourcen und den ökologischen Konsequenzen des fossilen Zeitalters sichtbar zu machen.
Dieser inhaltliche Teil der Intervention wird von einer künstlerischen Arbeit von Vanessa Amoah Opoku und Lion Sauterleute begleitet. Mithilfe einer besonderen 3D-Scanning-Methode interpretieren sie ausgewählte Objekte neu und kombinieren sie mit historischem Bildmaterial zu Orten der Rohstoffextraktion, zu Infrastrukturen und zur Nutzung fossiler Ressourcen. Dadurch entstehen neue Erkenntnisräume: Die Arbeit irritiert durch eine neue Bildsprache, die nicht akademischerklärend, sondern ungewohnt und aktivierend ist. Sie eröffnet den Besuchenden eine neue Perspektive auf die Abhängigkeit unserer technischen Kultur von fossilen Energieträgern, den Orten ihrer Extraktion und Verteilung. Zugleich macht die Arbeit sichtbar, dass unsere Vorstellungen von Objekten wandelbar und fluide sind.




Technische Lösungen allein werden uns nicht aus der Abhängigkeit der fossilen Rohstoffe befreien. Der Übergang in ein postfossiles Zeitalter ist ökologisch dringend geboten und verlangt auch gesellschaftliche Transformation. Selina Heidschwager, Co-Kuratorin der Intervention, betont: „Mit unserer Arbeit schaffen wir eine neue Perspektive auf die Dauerausstellung des Deutschen Technikmuseums , thematisieren die ökologischen Folgen der Techniknutzung und ermutigen unsere Besucher*innen neu auf die Technik der Vergangenheit zu blicken. Es ist uns wichtig zu motivieren, offen für Veränderungen zu sein.“ Wie der Historiker Alfred W. Crosby in „Children of the Sun“ notierte, sind wir gewissermaßen petrochemische „Binge Drinker“ – Rauschtrinker –, was bekanntermaßen oft in einem „Hangover“ – einem Kater am nächsten Morgen – endet. In diesem Sinne wäre es nur folgerichtig, dass wir uns aus der Abhängigkeit befreien, den Entzug konsequent durchziehen und standhaft bleiben, wenn wir den Übergang ins postfossile Zeitalter schaffen wollen.
- Joel Mokyr: Enlightened Economy: An economic history of Britain 1750–1850, 2009; Joel Mokyr: A Culture of Growth: The Origins of the Modern Economy. (Graz Schumpeter Lectures.), 2016. ↩︎
- Institutionen bezeichnen in der Neuen Institutionenökonomik formale und informelle Regeln samt ihrer Durchsetzungsmechanismen, die das Verhalten von Individuen in Transaktionen lenken und begrenzen. Vgl. Joel Mokyr: Cultur versus Institutions in the great Enrichment, in: C. Ménard, M. M. Shirley (Hg.), Handbook of New Institutional Economics, S. 897–925; online unter https://doi.org/10.1007/978–3‑031–50810-3_34. ↩︎
- Zum kreativen Potenzial technischer Fehler und deren Wirkung auf das wirtschaftliche Wachstum forschen die beiden anderen Preisträger des Wirtschaftsnobelpreises 2025 Peter W. Howitt und Philippe Aghion. Vgl. für Mokyrs Argumente: Joel Mokyr: The Past and the Future of Innovation: some lessons from Economic History, 2017. ↩︎
- Claudia Kemfert: unlearn Wachstum, in: unlearn CO2, Berlin 2024, S.128. ↩︎
- Webseite des Horizon Europe-geförderten PITCH-Projekts: https://pitch-horizon.eu/. ↩︎
- Interview mit Chrsitina Figueres im Rahmen des Climate Consciousness Summit 2024 (COP29): https://www.fairplanet.org/story/the-power-of-optimism-a-conversation-withchristiana-figueres/. ↩︎
- Zu aktuellen Problemen, Entwicklungen und Lösungen dieser Abhängigkeit vgl. https://letscast.fm/sites/klima-klartext-mit-prof-dr-claudia-kemfert-cc490097/episode/2‑energieabhaengigkeit-nach-putin-jetzt-trump. ↩︎
- Thomas Hänseroth: „Technischer Fortschritt als Heilsversprechen und seine selbstlosen Bürgen: Zur Konstituierung einer Pathosformel der technokratischen Hochmoderne in Deutschland“, in: Transzendenz und die Konstitution von Ordnungen, hrsg. von Hans Vorländer, Berlin, Boston 2013, S. 267–288; online unter https://doi.org/10.1515/9783110303018.267. ↩︎
- Maja Göpel: The Great Mindshift. How a New Economic Paradigm and Sustainablitiy Transformations go Hand in Hand, 2016; Maja Göpel: Wir können auch anders. Aufbruch in eine Welt von morgen, Berlin 2022. ↩︎
- Andreas Reckwitz: Verlust. Ein Grundproblem der Moderne, Berlin 2024, S. 149. ↩︎
- Melissa Büttner und Matthias Schmelzer: Fossile Mentalitäten. Zur Geschichte der fossilen Durchdringung moderner Vorstellungswelten, Working Paper Nr. 3, Mentalitäten im Fluss (flumen), Jena 2021. ↩︎
- Alexander Klose und Benjamin Steininger: Erdöl. Ein Atlas der Petromoderne, Berlin 2020, S. 74ff. ↩︎