Herbert-Hoffmann-Preis geht an ehemalige Stipendiatin
Aus dem Bereich Manufakturelle Schmuckproduktion gibt es gute Neuigkeiten!

Unsere ehemalige Stipendiatin Mira Kim hat bei der diesjährigen Sonderschau Schmuck in München den Herbert-Hoffmann-Preis gewonnen. Der Preis wurde erstmals 1973 vergeben und hat sich seitdem so etabliert, dass er auch als „Oscar des Schmucks“ bezeichnet wird.
Eine Jury wählt die Gewinner:innen unter den Teilnehmer:innen der Sonderschau Schmuck, die jedes Jahr im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München präsentiert wird. In diesem Jahr hatten sich über 1000 Schmuckkünstler:innen aus 29 Ländern für die Ausstellung beworben. Sie vereint etablierte Positionen und neue Ansätz junger Talente.
Mira hat sich mit einer Brosche und einem Ring beworben, die sie während ihres Stipendiums 2023/2024 bei uns entwickelt und gefertigt hat. In ihren Stücken vereint sie eine historische Technik namens Mokume-Gane, die ihren Ursprung im 16. Jahrhundert in Japan hat. Dabei werden Metallplatten unterschiedlicher Legierungen durch Schmieden miteinander verschweißt, ähnlich wie bei der Herstellung von Damaszenerstahl. Das Ergebnis ist ein Muster, das an Baumrinden erinnert.


Rechts: Materialstudien
Fotos: Luisa Fastabend
Miras neuster Ansatz ist es, diese Technik mit Guilloche zu kombinieren und den Kontrast zwischen der organischen, zufälligen Ästhetik des Mokume-Gane und der sehr geometrischen, mathematischen Ästhetik der Guillochierung neu zu interpretieren.
So hat sie gemusterte Bleche hergestellt und anschließen am Fallhammer mit einer unserer historischen Formen zu einem Ring geprägt. Wir freuen uns sehr für Mira und hoffen, dass der Preis sie ermutigt, in dieser Richtung weiterzuforschen.