Museumsobjekte aus der DDR? Ankäufe bei Mecki‘s Basar und Fantasia
1982 wurde im damaligen West-Berlin das Museum für Verkehr und Technik, heute Deutsches Technikmuseum, gegründet. Für den Aufbau der Sammlung wurden zahlreiche Objekte von Händler*innen und Privatpersonen erworben.
Dabei kaufte das Museum auch bei West-Berliner Händler*innen, die Kund*innen der ostdeutschen Kunst und Antiquitäten GmbH (KuA) waren. Mit den Ankäufen aus der DDR beschäftigte sich das Museum bereits in der Online-Ausstellung „Zum Shopping in die DDR“.
Die Ankäufe der Händler*innen in der DDR waren ein legales und für eine ganze Reihe von deutschen und internationalen Antiquitätenhändler*innen und Galerist*innen übliches Vorgehen.1 Über Jörg Reulens, Mitinhaber von „Mecki’s Basar“, berichtete der Tagesspiegel noch 2008: „Reulens hatte Glück, wurde einer der Großhändler, mit dem die DDR Handel trieb, jeden Monat bekam er 3000 Möbel von dort, einmal boten sie ihm 400 Klaviere auf einmal an.“2
Doch spätestens seit der Veröffentlichung des Artikels „Das Kunst-Stück der DDR. Wie ein staatseigener Betrieb Bilder und Antiquitäten zu Devisen macht“ in der Zeitschrift „Art“3 1984 und der Berichterstattung zur Klage von Werner Schwarz gegen Wolfgang Böttger und dessen „Antik-Shop“ 1986 müsste es ein Bewusstsein dafür gegeben haben, dass unter Umständen zwangsweise abgegebenes Kulturgut erworben wurde. Die Berliner Zeitung berichtete nach der Abweisung des Einspruchs von Werner Schwarz4 durch das Bundesverfassungsgericht in ihrem Artikel „Die West-Partner haben ihre weiße Weste wieder“5 vom 1.4.1992:
„[…] Böttgers Aufatmen teilen zweifellos Hunderte westliche Kunst- und Antiquitätenhändler. Denn konnten etwa Sabatier aus Verden bei Bremen, die Fulwood Trading Ltd. aus London, die Berliner Firmen „Mecki’s Basar“ und „Fantasia“, Willemsen-Driessen aus Belgien, das Münchener Kunsthaus Hermann und sogar das Berliner Museum für Verkehr und Technik — um nur einige Namen aus der Kundenkartei der KuA zu nennen — sicher sein, keine unrechtmäßig enteigneten oder unter das Kulturgutschutzgesetz der DDR fallende Objekte erworben zu haben? […]“.
Aber lässt sich überhaupt ermitteln, ob ein in einem dieser Geschäfte gekauftes Sammlungsobjekt ursprünglich aus der DDR stammte und über die KuA in den Westen kam? Das Deutsche Technikmuseum hat insgesamt 13 Objekte und Kleinstkonvolute bei „Mecki’s Basar“ und „Fantasia“ gekauft. Anhand von vier Beispielen wird im Folgenden vorgestellt, ob sich diese Objekte in den Unterlagen der KuA identifizieren und Informationen über ihre Provenienz finden ließen. Zentrale Quelle für die Prüfung war neben der hauseigenen Dokumentation der Bestand DL 210 des Bundesarchivs Berlin (BArch). Zu den Händler*innen selbst war das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv (BBWA) die wichtigste Quelle.
Der Antiquitätenhandel „Mecki’s Basar“
Die Firma „Mecki’s Basar“ bestand von mindestens 1972 bis 2010.6 Zum 1.4.1972 meldete Mechthild Reulens beim Gewerbeamt Charlottenburg einen „Einzelhandel mit Kunstgegenständen“ in der Suarezstraße 6, 1000 Berlin 19, an.7 Am 19.3.1976 ließ sie beim Amtsgericht Charlottenburg die Firma „Antiquitäten Reulens GmbH“ in das Handelsregister eintragen.8

In den folgenden Jahren variierte die Größe der Firma, neue Standorte kamen dazu, andere wurden aufgegeben.9 Am beständigsten war wohl der Betrieb in der Konstanzer Straße 14, dieser Standort wurde von 1977 bis 2010 geführt.
1990/1991 hatte „Mecki’s Basar“ zehn Beschäftigte und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 1.706.000 DM.10 Mechthild Reulens war in den ersten 20 Betriebsjahren alleinige Inhaberin. Ihr Mann Jörg war ebenfalls im Betrieb tätig und wird in den KuA-Unterlagen häufig als Ansprechpartner genannt.11 Zum 21.1.1992 wurde er dann als Inhaber von „Mecki’s Basar“ ins Handelsregister eingetragen.12
„Mecki’s Basar“ als Kundin der Kunst und Antiquitäten GmbH
Die frühesten Nennungen der Firma „Mecki’s Basar“ in den KuA-Unterlagen im Bundesarchiv stammen aus dem Jahr 1978. Hier trat häufig noch die Firma „Antique Handels GmbH“ (Aschheim und Berlin) als Käuferin und die Firma „Mecki’s Basar“ als Frachtempfängerin auf. Bei der „Antique Handels GmbH“ handelte es sich um eine extra für die Abwicklung von Exportgeschäften gegründete Firma der DDR.13 In einigen Fällen kaufte „Mecki’s Basar“ zusammen mit oder für die Firma „Einrichtungen und Antiquitäten L. J. Busch“, Richard-Strauß-Str. 20, Berlin 33, ein.14
Zwischen 1978 und 1989 hat „Mecki’s Basar“ insgesamt 617 Verträge mit der KuA abgeschlossen (Zahlen auf Basis der vorhandenen Akten), allerdings konnten im Bundesarchiv nur zu 591 Vertragsnummern weitere Unterlagen oder Ankaufssummen gefunden werden. Die Gesamtsumme aller vorliegenden Verträge beläuft sich auf 16.929,35 Verrechnungseinheiten (VE).

Über die Ankäufe aus der DDR hat das Ehepaar Reulens sowohl auf der Firmen-Homepage www.meckis-basar.com (Stand 2010) als auch in einem Tagesspiegel-Artikel von 2008 gesprochen.15 Laut eigener Auskunft waren 80% der Abnehmer*innen der Verkaufsware ausländische Händler*innen, vor allem aus den Niederlanden und den USA.16 Dr. Bernd Isphording (BArch) geht davon aus, dass bei „Mecki’s Basar“ ebenso wie bei anderen westlichen Händler*innen erst der Kontakt zur KuA zum massiven Wachstum der Firma geführt habe.17
Aus Berichten in den Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit aus den Jahren 1983 und 1984 geht hervor, dass die Firma „Mecki’s Basar“ jährlich für rund 2 Mio. DM bei der KuA einkaufte und in der Regel zwei Mal pro Woche per LKW aus dem Standort Mühlenbeck beliefert wurde. „Mecki’s Basar“ wird in dem Bericht als “der größte Belieferer der Westberliner Antiquitäten- und Trödlerhändler mit Waren aus der DDR/KuA” bezeichnet.18
Das Ehepaar Reulens habe eine “Sonderstellung” die sich darin zeige, dass “fast zu allen Westberliner Antiquitätenhändlern enge und dauerhafte Verbindungen“ bestünden. „Das ist bei den anderen Händlern dieser Branche nicht der Fall, da herrscht Futterneid und Konkurrenz vor”.19 Es sei „immer wieder erstaunlich“, „wieviel Massenware Reulens der KuA abnimmt und wie gut er diese unter die anderen Antiquitätenhändler Westberlins und der BRD bringt“.20
Die Vertragsübersichten der KuA bestätigen diesen Eindruck, so sind 1983 und 1984 für „Mecki’s Basar“ umsatzstarke Jahre mit über 2 Mio. VE Umsatz jährlich.
In den Jahren 1985 bis 1988 scheint sich die finanzielle Lage der Firma zu verschlechtern, wie Berichte der KuA über fünf Treffen mit den Firmeninhaber*innen in West-Berlin in dieser Zeit nahelegen: So wurden mehrere Bestellung storniert und Zahlungen verzögerten sich.21 Jörg Reulens schilderte bei diesen Treffen, dass das Geschäft in West-Berlin insgesamt rückläufig sei.22 Die Firma plane deshalb unter anderem Rabattaktionen, eine Reduzierung der Geschäftsflächen in Berlin und die Eröffnung neuer Filialen in Westdeutschland. Die KuA bot an, die abzunehmenden Mengen zu reduzieren.23 Auch eine Absenkung der Preise durch die KuA wurde von Herrn Reulens erbeten.24 Ende 1988 waren die Geschäftsflächen dann wohl deutlich reduziert worden.25

Zumindest in einem Fall wurde Jörg Reulens bei einer Reise in die DDR vom MfS überwacht, wie aus einem Bericht aus dem März 1987 hervorgeht. Das MfS beobachtete ein Treffen von ihm und einer Begleitung mit zwei KuA-Mitarbeitenden (der Wagen wurde vom MfS als aus dem Fuhrpark der KuA stammend identifiziert) an der Raststätte Kockern. Laut Bericht tranken die Observierten gemeinsam Kaffee, Gesprächsinhalte wurden nicht erfasst.26
„Mecki’s Basar“ erwarb vor allem Möbel wie Kommoden, Buffets, Schränke und Schreibtische bei der KuA. Dazu kamen Dekorationsartikel und Haushaltsgegenstände wie Geschirr. Nähere Beschreibungen der Objekte wie Materialien, Maße, Farben oder Ähnliches finden sich in den Verträgen und Spezifikationen fast nie. Nur in Einzelfällen werden Hersteller*innen benannt: So kaufte „Mecki’s Basar“ beispielsweise im April 1982 „50 Klaviere – teilw. defekt. Einzelpreis 660,00 VE. Gesamtpreis 33.000,00 VE. Marken: Ernst Krause, Schwechten, Irmler, Glaser, […].“27
Außerdem werden bei zumindest einigen der verkauften Gemälde die Motive und/oder die Künstler*innensignaturen angegeben, so z.B.
- Gemälde, sign. Glatte (Schnitter auf dem Feld) und
- Gemälde, sign. Hübner E I28
- Gemälde, Landschaft, sign. Castell29
- Ölbild (arab. Szene), sign. Merion30
Im Bundesarchiv Berlin finden sich neben den Verträgen und Spezifikationen der KuA häufig die Lieferscheine und Rechnungen der zuliefernden Betriebe oder aber Angaben auf den Verkaufsunterlagen, aus welchen Lagern der KuA die verkauften Objekte kommen, z.B. aus den Lagern Schacksdorf in der Niederlausitz oder Geithain bei Leipzig.
Erwerbungen des Deutschen Technikmuseums bei „Mecki’s Basar“
Das Technikmuseum hat 1985 und 1986 je ein Objekt bei „Mecki’s Basar“ gekauft. Der „Handstaubsauger A. Hensels, um 1925“ wurde 1985 angekauft, eine entsprechende Rechnung von „Mecki’s Basar“ konnte nicht ermittelt werden. Außer dem Herstellerschild “A. Hensels Staubsauger / FAVORIT / [Rest unleserlich]” trägt das Objekt keine Provenienzmerkmale.
Der Elektrohändler A. Hensel befand sich zwischen frühestens 1923 und spätestens 1930 in der Ritterstraße 63, SW 68 Berlin.31
In den im Bundesarchiv Berlin im Bestand DL 210 liegenden Verträgen zwischen der KuA und „Mecki’s Basar“ wurde geprüft, ob sich unter den angekauften Objekten ein Handstaubsauger oder Staubsauger befindet. Das Ergebnis war negativ.

Es bleibt eine Lücke in der Provenienz zwischen um 1920 und 1985. Für einen Ankauf durch die Firma „Mecki’s Basar“ aus der DDR gibt es auf Basis der vorhandenen Unterlagen keinen Verdachtsmoment, da sich in den Verkaufsunterlagen der KuA kein Staubsauger findet und das Objekt keine Spuren von Aufklebern trägt.
Ein Unrechtskontext mit NS-Bezug kann nicht ausgeschlossen werden. Eine Klärung der Provenienz ist nach jetzigem Kenntnisstand aber nicht möglich.
Das Blechschild „Verkaufsstelle für Miele Fahrräder“ wurde 1986 zum Preis von 150 DM bei „Mecki’s Basar“ gekauft.32 Die Firma Miele & Cie hat zwischen 1916 und 1960 Fahrräder produziert. Das Werbeschild ist auf diesen Zeitraum zu datieren.33 Hauptproduktionsstätte war neben dem Stammwerk in Gütersloh das extra errichtete Werk in Bielefeld.34
Auf der Rückseite des Schildes befindet sich ein runder gelber Aufkleber mit den Buchstaben “V” / „K“ und “M” sowie der Rest eines rechteckigen weißen Aufklebers.
Um zu prüfen, ob sich das Objekt mit Hilfe der Verkaufsunterlagen der KuA identifizieren lässt, wurden die im Bundesarchiv liegenden Verträge zwischen der KuA und „Mecki‘s Basar“ geprüft. Insgesamt finden sich in den Verkaufsunterlagen 204 Reklameschilder. Im Zeitraum bis einschließlich 1986, dem Ankaufsjahr, handelt es sich um 180 Schilder. Preislich liegen die Schilder zwischen 5 und 385 VE, in den meisten Fällen liegt der Preis bei zwischen 50 und 150 VE.


Rechts: Aufkleber auf der Objektrückseite
Abbildungen: SDTB
Die in den Dokumenten genannten Reklameschilder werden hinsichtlich Größe, Material oder Aufschrift nicht näher beschrieben.35 Eine Identifizierung des Schildes aus der Sammlung des Technikmuseums durch die Beschreibungen in den Verkaufsunterlagen ist damit nicht möglich.
Einzige Ausnahme sind sechs Schilder, deren Aufschriften (Wernesgrüner Pilsner-Schild, Engelhard Bier-Schild etc.) im Vertrag benannt werden.36
Zu drei Schildern sind die Aufklebernummern aus den Unterlagen ermittelbar (KHE 134 und 12179/190059).37
Zu einer Reihe weiterer Schilder sind aus den Unterlagen die Zulieferer bekannt: Lager des Antikhandels Pirna in Geitha, Wickershain und Drochaus (alle drei in Sachsen) und Calau in Brandenburg; außerdem der Volkseigene Dienstleistungsbetrieb Berlin und das Dienstleistungskombinat Halle.
Der runde, gelbe Aufkleber auf der Rückseite des Schildes erinnert an Aufkleber, wie sie die KuA ebenfalls benutzte: Ein ähnlicher Aufkleber findet sich auf einer Registrierkasse die nachweislich von der KuA stammt und sich der Sammlung des Technikmuseums befindet.


Rechts: Aufkleber auf einer Registrierkasse der KuA
Abbildungen: SDTB
Verkaufsunterlagen der KuA im Bundesarchiv zeigen zudem weitere solcher Aufkleber, zumeist beschriftet mit dem Kürzel der Kund*innen, beispielsweise:




Abbildungen: SDTB
Unklar ist, wie die Buchstaben auf dem Aufkleber des Reklameschilds zum Firmennamen „Mecki’s Basar“ passen. Ein weiterer entsprechender Aufkleber für „Mecki’s Basar“ konnte bislang in den KuA-Unterlagen nicht identifiziert werden, sodass ein Abgleich nicht möglich ist.
Der Aufkleber auf dem Miele-Reklameschild könnte demnach nur ein Hinweis auf die DDR-Provenienz des Objektes sein. Dieser lässt sich aber aufgrund der unzureichenden Beschreibungen der Reklameschilder in den Unterlagen der KuA nicht verifizieren.
Demnach bleibt eine Lücke im Provenienzverlauf zwischen dem unbekannten Herstellungsdatum (zwischen 1916 und 1960) und 1986. Ein Unrechtskontext sowohl mit NS- als auch mit DDR-Bezug kann nicht ausgeschlossen werden.
Der Antiquitätenhandel „Fantasia“

Das Unternehmen „Fantasia“ betrieb von 1985 bis 2000 Verkaufsräume in der Goethestraße 69 in Berlin.38 Die Inhaberin Susanne Bettina Jörger hatte zum 5.2.1985 beim Bezirksamt Charlottenburg ein Gewerbe („Einzelhandel mit Antiquitäten und Weinhandel sowie Galerie“) angemeldet.39 Laut Auskunft des Ordnungsamts Charlottenburg-Wilmersdorf ist das Gewerbe nicht abgemeldet worden.40 Ein Eintrag im Handelsregister existiert nicht.41

„Fantasia“ als Kundin der Kunst und Antiquitäten GmbH
Zwischen 1985 und 1989 wurden zwischen „Fantasia“ und der KuA 55 Verträge abgeschlossen (Zahlen auf Basis der vorhandenen Akten), davon zwei Globalverträge. Die Gesamtsumme dieser Verträge beläuft sich auf 1.228.954,60 VE.
„Fantasia“ kaufte in der DDR vor allem Puppen, Puppenhäuser und Spielzeugeisenbahnen, außerdem Haushaltsgegenstände wie Kaffeemühlen sowie Musikinstrumente, Grammophone, Dekorationsartikel sowie kleinere Möbelstücke.


Auf mehreren Spezifikationen der KuA zu „Fantasia“ im Bundesarchiv Berlin finden sich gelbe, runde Aufkleber mit einem „F“ oder „FAN“ als Namenskürzel. Neben den bekannten Aufklebernummern der KuA könnten sich solche Aufkleber auf bei der KuA gekauften Objekten erhalten haben und somit einen Hinweis auf eine Herkunft aus der DDR geben.

Erwerbungen des Deutschen Technikmuseums bei „Fantasia“
Das Technikmuseum hat 1989, 1991 und 1992 insgesamt elf Objekte und Kleinkonvolute bei „Fantasia“ gekauft.42 Dabei handelt es sich neben kleineren Alltagsgegenständen wie einem Rasierset und einer Toilettengarnitur aus Glas um einen Schaufensterpuppenkopf und einen Kaufmannsladen.
Der „Schaufensterpuppenkopf mit Hals, 1930“ wurde 1991 für 650 DM vom Museum erworben.43 Eine Autopsie ist nicht möglich, da das Objekt vermisst wird. Weder Objektakte noch interne Datenbank enthalten eine Fotografie.
Um zu prüfen, ob sich das Objekt mit Hilfe der Verkaufsunterlagen der KuA identifizieren lässt, wurden die 30 im Bundesarchiv vorhandenen Archivsignaturen zu „Fantasia“ gesichtet.
Laut diesen Unterlagen hat „Fantasia“ insgesamt 22 „Reklamebüsten“ / “Schaufensterbüsten“/„Reklameköpfe“ bei der KuA gekauft.44 Keine® davon wird hinsichtlich Größe, Material, Farbe oder Ähnlichem näher beschrieben, was eine Identifizierung über die Beschreibung unmöglich macht.

Zu sieben der 22 Objekte werden Aufklebernummern genannt, die auf den Einlieferer der KuA, hier den Antikhandel Pirna, hinweisen.45 Theoretisch bestünde also die Möglichkeit, eine Herkunft aus der DDR zu belegen, wenn der Schaufensterpuppenkopf wiedergefunden und eine Aufklebernummer auf ihm festgestellt werden würde.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann nur eine Lücke in der Provenienz zwischen 1930 und 1991 festgestellt werden. Ein Unrechtskontext sowohl mit NS- als auch mit DDR-Bezug kann nicht ausgeschlossen werden.
Den „Kaufmannsladen mit Nähereisachen, 1900“ erwarb das Museum 1991 für 9.500 DM bei „Fantasia“.46 Es handelt sich dabei um eine Miniatur für die Aufstellung auf einem Tisch. Es ist nur noch der Kaufmannsladen selbst vorhanden, die Nähereisachen wurden bislang nicht identifiziert. Das Objekt zeigt auf der Unterseite die mit Bleistift geschriebene Zahl “12”.

Auch in diesem Fall wurden die Verkaufsunterlagen der KuA geprüft um zu ermitteln, ob sich das Objekt nachweisen lässt. In den Dokumenten finden sich 38 Hinweise auf Kaufmannsläden, die genau wie der Schaufensterpuppenkopf nicht näher beschrieben werden.47 Eine Identifizierung eines einzelnen Objektes durch die Beschreibungen in den Verkaufsunterlagen ist damit nicht möglich.
Der vom Museum an „Fantasia“ gezahlte Preis von 9.500 DM weicht stark von den in den KuA-Unterlagen gelisteten Preisen ab, da diese sich zwischen 46 und 977 VE bewegen und in der Mehrzahl der Fälle zwischen 100 und 200 VE liegen.
Zu 22 der gelisteten Objekte werden Aufklebernummern genannt.48 Da auf dem vom Technikmuseum gekauften Kaufmannsladen keine Aufklebernummer gefunden wurde, kann hierüber keine Verbindung in die DDR hergestellt werden.
Es bleibt eine Lücke im Provenienzverlauf zwischen 1900 und 1991. Die genannten Gründe (mangelnde Beschreibung, nicht passender Preis, keine Aufklebernummer am Objekt) ergeben, dass keine Verdachtsmomente für eine Herkunft aus der DDR gesehen werden. Ein Unrechtskontext mit NS- Bezug kann nicht ausgeschlossen werden.
Fazit
Das Deutsche Technikmuseum hat zwischen 1985 und 1991 dreizehn Objekte und Kleinstkonvolute bei den West-Berliner Händler*innen „Fantasia“ und „Mecki’s Basar“ gekauft. Für beide Händler*innen ist belegt, dass sie über die KuA Kunstgegenstände aus der DDR angekauft haben. Die Provenienzverläufe der vier hier vorgestellten Objekte weisen Lücken zwischen der Herstellung und dem Ankauf durch das Museum auf.
Ziel war es zu prüfen, ob sich die Objekte in den Verkaufsunterlagen der KuA identifizieren und weitere Informationen zu ihrer Provenienz finden lassen. Dies ist nur in sehr kleinem Umfang gelungen.
Keines der vier Objekte konnte anhand der Objektbeschreibung in den Verträgen und Spezifikationen der KuA identifiziert werden, da die Beschreibungen zu oberflächlich und zu allgemein gehalten sind.
In zwei Fällen hat die Untersuchung ergeben, dass es keine Verdachtsmomente für eine Herkunft aus der DDR gibt:
Im Fall des Handstaubsaugers wird kein passendes Objekt in den vorliegenden Verkaufsunterlagen der KuA genannt. Die Provenienzlücke bleibt bestehen. Im Fall des Kaufmannsladens wird in den vorliegenden Unterlagen kein entsprechendes Objekt in nur annähernd ähnlicher Preislage genannt. Die Provenienzlücke bleibt bestehen.
Der Schaufensterpuppenkopf könnte nur in den Unterlagen identifiziert werden, wenn er wiedergefunden werden würde UND eine der in den Unterlagen genannte Aufklebernummer der KuA tragen würde. Bis dahin bleibt die Provenienzlücke bestehen.
Generell scheint es aber sehr wahrscheinlich, dass die Händler*innen die Aufklebernummern vor dem Weiterverkauf entfernten. In der Sammlung des Deutschen Technikmuseums gibt es Gegenbeispiele, hierbei handelt es sich aber um Objekte, die über Wolfgang Böttgers „Antik-Shop“ gekauft und zum Teil direkt aus der DDR an das Museum geliefert wurden.
Beim Reklameschild für Miele-Fahrräder könnte der Aufkleber auf der Rückseite auf eine Herkunft aus der DDR hinweisen, bewiesen werden kann dies aber nicht.
Institutionen, in deren Sammlungen sich bei „Mecki‘s Basar“ und „Fantasia“ gekaufte Objekte befinden, haben die Möglichkeit, in der Verkaufsunterlagen der KuA im Bundesarchiv nach diesen zu suchen. In den allermeisten Fällen wird dies aber nur auf Basis einer Objektbeschreibung nicht gelingen. Nur in sehr wenigen Fällen, zum Beispiel bei Gemälden wie oben erwähnt gibt es detailliertere Beschreibungen.
Ein zweiter Ansatzpunkt wären die Aufklebernummern, die zu einem Teil der Objekte in den Verkaufsunterlagen verzeichnet sind. Hier wäre eine Zuordnung möglich, wenn das Objekt in der eigenen Sammlung eine solche Nummer trägt.
Die Informationen in den Unterlagen der KuA im Bundesarchiv, also die Aufklebernummern und die den vielen Verträgen beiliegenden Rechnungen und Lieferscheine der Zulieferer der KuA können dann die Chance bieten, die Objekte weiter zurückzuverfolgen.
Dieser Beitrag erschien zuerst in Retour. Freier Blog für Provenienzforschende.
- Zur Kundschaft der KuA siehe auch: Isphording, Bernd: Archive und Provenienzforschung. Überlegungen zur archivischen Erschließung zum Zweck der Provenienzforschung am Beispiel des Teilbestandes „Kunst und Antiquitäten GmbH“ im Bestand DL 210 (Betriebe des Bereichs Kommerzielle Koordinierung) des Bundesarchivs, Masterarbeit an der Fachhochschule Potsdam, 2017. Online abrufbar unter https://d‑nb.info/1156900964/34. Sowie Bechter, Barbara; Bielau, Katja; Lindenau, Katja: Inventarnummern und Lagerhaltung der Kunst und Antiquitäten GmbH. Chaos oder System?, publiziert auf ART-Dok., 2025, DOI: https://doi.org/10.11588/artdok.00009754. ↩︎
- Hasel, Verena Friederike: Was machen wir heute? Vor dem Gorm fliehen, in: Tagesspiegel, 29.7.2008, online abrufbar unter https://www.tagesspiegel.de/kultur/vor-dem-gorm-fliehen-1679572.html. ↩︎
- Das Kunst-Stück der DDR. Wie ein staatseigener Betrieb Bilder und Antiquitäten zu Devisen macht, in: Art, Ausgabe 2/84, in: Deutscher Bundestag. Dritte Beschlussempfehlung und dritter Teilbericht. Drucksache 12/4500, 15.3.1993, Dokument 48, Seite 306–309. Abrufbar unter https://dserver.bundestag.de/btd/12/045/1204500.pdf. ↩︎
- Zum Prozess https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/ddr-erwerbungen. ↩︎
- Förster, Andreas: Die West-Partner haben ihre weiße Weste wieder, in: Berliner Zeitung, 1.4.1992, Seite 3. Online abrufbar über das Zeitungsportal DDR-Presse der Staatsbibliothek zu Berlin, https://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/login/. ↩︎
- Das Betreiber-Ehepaar Jörg und Mechthild Reulens selbst hat an verschiedenen Stellen von 1970 als dem Gründungsjahr ihres Antiquitätenhandels gesprochen. Webseite www.meckis-basar.com über https://web.archive.org/web/20110303100935/http://www.meckis-basar.com/ueber_uns.html, Hasel, Verena Friederike: Was machen wir heute? Vor dem Gorm fliehen, in: Tagesspiegel, 29.7.2008, siehe FN 5. Weitere Adressen und Zweigbetriebe waren über die Zeit auch die Suarezstraße 6, die Motzstraße 22, der Kudamm 90, die Stromstraße 51, die Ballenstedter Straße 17, Alt-Moabit 95/97, die Brandenburgische Straße 42 und die Pfalzburger Straße 43–46. ↩︎
- BBWA K1/01/137392. 1973 erschien dann „Mecki’s Basar“/Antiquitäten Reulens“ das erste Mal im Berliner Telefonbuch, online abrufbar unter https://digital.zlb.de/viewer/image/15849358_1973-74/1563/#topDocAnchor. ↩︎
- Amtsgericht Berlin-Charlottenburg HR B 10237, online abrufbar unter https://www.handelsregister.de/rp_web/sucheErgebnisse/welcome.xhtml?cid=1. ↩︎
- BBWA K1/01/137392 sowie Berliner Telefon- und Adressbücher bis 1991 digital verfügbar bei der ZLB https://digital.zlb.de/viewer/cms/146/: Im April 1976 verlegt Mechthild Reulens den Betrieb von der Suarezstraße in die Konstanzer Straße 14. Zu diesem Zeitpunkt werden auch noch die Motzstrasse 22 und der Kudamm 90 als weitere Adressen im Telefonbuch angegeben. ↩︎
- BBWA K1/01/137392: Fragebogen der IHK Berlin, ausgefüllt von Mechthild Reulens am 5.12.1991. ↩︎
- BArch, DL 210 sowie Stasi-Unterlagen-Archiv MfS AG BKK Nr. 518. ↩︎
- Amtsgericht Berlin-Charlottenburg HRA 23738 B: https://www.handelsregister.de/rp_web/sucheErgebnisse/welcome.xhtml?cid=1. Laut Mittelungen des Handelsregisters des Amtsgerichts Charlottenburg wurde allerdings ebenfalls im Januar 1992 „Mecki’s Basar“ / Mechthild Reulens“, Geschäftsadresse Konstanzer Str. 14, mit der Nummer HRA 23738 neu eingetragen: Amtliche Bekanntmachungen/Anzeigen in Berliner Zeitung vom 27.1.1992, Seite 35, online abrufbar unter https://dfg-viewer.de/show?id=9&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP26120215-19920127–0‑0–0‑0.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=35. ↩︎
- Topp, Marlen: Geschäfte mit der Kunst und Antiquitäten GmbH der DDR (Teil 1), in: museumheute 63, hrsg. von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, München 2023, S. 67–69;
sowie Kersten, Janine: Verschlungene Wege: Das Netzwerk der westlichen Handelsvertreter der Kunst und Antiquitäten GmbH, Vortrag beim Kolloquium Provenienzforschung des Deutschen Zentrum Kulturgutverluste am 23.3.2026, abrufbar unter https://kulturgutverluste.de/veranstaltungsdokumentation/zum-nachhoeren-verschlungene-wege-das-netzwerk-der-westlichen. ↩︎ - BArch, DL 210/1884, 1885, 1855, 1856. Es handelte es sich um ein Geschäft des Kaufmanns Lothar J. Busch, das von 1976 bis 1980 beim Amtsgericht Charlottenburg gemeldet war: HR A 16680, online abrufbar unter https://www.handelsregister.de/rp_web/sucheErgebnisse/welcome.xhtml?cid=1. Busch kaufte zwischen 1974 und 1976 und dann zusammen mit dem Ehepaar Reulens in 1978 bei der KuA ein: BArch, DL 210/3233. ↩︎
- Webseite www.meckis-basar.com über https://web.archive.org/web/20110303100935/http://www.meckis-basar.com/ueber_uns.html sowie Hasel, Verena Friederike: Was machen wir heute? Vor dem Gorm fliehen, in: Tagesspiegel, 29.7.2008, siehe FN 5. ↩︎
- https://web.archive.org/web/20110303100935/http://www.meckis-basar.com/ueber_uns.html. ↩︎
- Isphording, Bernd: Archive und Provenienzforschung, Seite 70, siehe FN 2. ↩︎
- BArch, MfS, AG BKK, Nr. 518, Information vom 12.04.1983. ↩︎
- BArch, MfS, AG BKK, Nr. 518, Bericht vom 11.10.1983. ↩︎
- BArch, MfS, AG BKK, Nr. 518, Bericht vom 28.2.1984. ↩︎
- BArch, DL 210/1515. ↩︎
- BArch, DL 210/2320. ↩︎
- BArch, DL 210/2320. ↩︎
- BArch, DL 210/2320. ↩︎
- BArch, DL 210/2320. ↩︎
- BArch, MfS, AG BKK, Nr. 518, Bericht vom 20.03.1987. ↩︎
- BArch, DL 210/1817, Vertrag 52–10/26418. ↩︎
- BArch, DL 210/1959, Vertrag 52–10/16557, Pos. 6: Preis 4.000 VE, Aufklebernummer Fi / II 79 (verweist laut Handreichung BArch 2023 auf den Antikhandel Pirna Magdeburg). Pos. 7: Preis 6.000 VE, Aufklebernummer Hp 81 X 615 (verweist auf den Einkäufer Axel Hilpert, Antikhandel Pirna Potsdam). ↩︎
- BArch, DL 210/3123, Vertrag 52–10/66134. Preis 632,50 VE, Aufklebernummer KR (86?) IV 1 (verweist auf Antikhandel Pirna Geithain). ↩︎
- BArch, DL 210/2170, Vertrag 52–10/96688. Preis 5.175 VE, keine Aufklebernummer. ↩︎
- Staubsauger-Händler A. Hensel im Berliner Branchenbuch von 1927: https://digital.zlb.de/viewer/image/15849338_1927/877/.
Auch 1928 kann er im Branchenbuch nachgewiesen werden: https://digital.zlb.de/viewer/image/15849338_1928/822/. 1931 wird er nicht mehr als Händler gelistet: https://digital.zlb.de/viewer/image/15849338_1931/632/. Die dazwischenliegenden Jahre liegen nicht digital vor. Ebenso wie die Jahrgänge 1923 bis 1926. 1922 wird A. Hensel noch nicht im Branchenbuch gelistet: https://digital.zlb.de/viewer/image/34714602_1922/1483/.
↩︎ - SDTB, Rechnung vom 17.2.1986. ↩︎
- Ein ähnliches Blechschild befindet sich in der Sammlung des Freilichtmuseums Roscheider Hof. Es wird auf die 1950er Jahre datiert: https://rlp.museum-digital.de/object/101530. Das Technoseum Mannheim hat ebenfalls ein Schild mit diesem Text in seinem Bestand, es wird auf 1930 datiert. https://obj.technoseum.de/rech.FAU?sid=5BCB1BA1245&dm=1&auft=1. ↩︎
- Geschichte der Zweiradproduktion bei Miele von 1916 bis 1960, Eigendarstellung von Miele & Cie. KG, online abrufbar: https://m.miele.de/media/ex/de/Technikgeschichte/Technikgeschichte-Geschichte-der-Zweiradproduktion-bei-Miele_EW01.pdf. ↩︎
- BArch, DL 210, Verträge 51028 (DL 210/2357 und 2407), 51029 (DL 210/2357 und 1836), 51030 (DL 210/3062 und 2357), 66600 (DL 210/2776, 2796, 3125), 66602 (DL 210/2776, 2796, 3125, 3126), 66607 (DL 210/2776, 2796, 3122, 3123), 66610 (DL 210/2776, 2796, 3182), 78651 (DL 210/2769, 2854, 2936, 3182), 78655 (DL 210/2769, 2936, 2854, 3182), 78657 (DL 210/2854, 2936, 2769, 3182), 78659 (DL 210/2936, 2854, 2769, 3182), 85651 (DL 210/2911, 1573, 2854, 3182), 85653 (DL 210/2911, 1573), 94900 (DL 210/1749, 2249, 2250), 94901 (DL 210/1749, 2249, 2250), 94902 (DL 210/1749, 2249, 2250), 94904 (DL 210/1749, 2249, 2250). ↩︎
- BArch, DL 210/2934, Vertrag 52–10/86206. Anhand ihrer Aufschriften können sie auch in der Rechnung des Zulieferers (VE Dienstleistungsbetrieb Berlin im Stammbetrieb des VEB Kombinat Dienstleistungen Berlin) identifiziert werden: BArch, DL 210/2934, Rechnung vom 13.10.1988. ↩︎
- BArch, DL 210, Vertrag 52–10/16414 Pos. 284 (Aufklebernummer KHE 134) sowie Vertrag 52–10/86499 Pos. 3042, zwei Reklameschilder (Aufklebernummer 12179/190059). ↩︎
- Telefonbuch Berlin 1986: https://digital.zlb.de/viewer/image/15849361_1986-87/539/LOG_0007/; Telefonbuch 1999/2000 analog in der ZLB eingesehen. ↩︎
- BBWA: K1/1/153201 und K1/1/260754. ↩︎
- Mail des Ordnungsamtes Charlottenburg-Wilmersdorf vom 13.4.2026. Vor Ort fanden sich keine Hinweise auf „Fantasia“ (Stand 4.5.2026). ↩︎
- Suche nach Fantasia oder Jörger führt zu keinem passenden Treffer: https://www.handelsregister.de/rp_web/welcome.xhtml. ↩︎
- Rechnungen „Fantasia“ vom 3.7.1989 und 9.12.1991 (zwei Rechnungen dieses Datums), Objektakten SDTB. ↩︎
- Rechnung „Fantasia“ vom 9.12.1991, Objektakte SDTB. ↩︎
- BArch, DL 210, Verträge 52–10/66601 (DL 210/2776, 2796, 3061), 66605 (DL 210/2776, 2796, 3091), 52–10/66607 (DL 210/2776, 2796, 3122, 3123), 52–10/78657 (DL 210/2854, 2936, 2769, 3182), 52–10/78659 (DL 210/2936, 2854, 2769, 3182), 52–10/85651 (DL 210/2911, 1573, 2854, 3182). ↩︎
- Die Aufklebernummern KR 87 VII 434, KR 87 VII 435, MM 87 VIII 622 könnten laut Handreichung des Bundesarchivs von 2023 auf den Antikhandel Pirna verweisen. ↩︎
- Rechnung „Fantasia“ vom 9.12.1991, Objektakte SDTB. ↩︎
- BArch, DL 210, Verträge 51028 (DL 210/2357 und 2407), 51029 (DL 210/2357 und 1836), 51030 (DL 210/3062 und 2357), 66600 (DL 210/2776, 2796, 3125), 66602 (DL 210/2776, 2796, 3125, 3126), 66607 (DL 210/2776, 2796, 3122, 3123), 66610 (DL 210/2776, 2796, 3182), 78651 (DL 210/2769, 2854, 2936, 3182), 78655 (DL 210/2769, 2936, 2854, 3182), 78657 (DL 210/2854, 2936, 2769, 3182), 78659 (DL 210/2936, 2854, 2769, 3182), 85651 (DL 210/2911, 1573, 2854, 3182), 85653 (DL 210/2911, 1573), 94900 (DL 210/1749, 2249, 2250), 94901 (DL 210/1749, 2249, 2250), 94902 (DL 210/1749, 2249, 2250), 94904 (DL 210/1749, 2249, 2250). ↩︎
- Die Aufklebernummern verweisen laut Handreichung des Bundesarchivs von 2023 unter anderem auf Kommissionsgeschäfte, Antik-und Gebrauchtwaren Gera, HO-Gebrauchtwaren, Dienstleistungskombinat Halle und verschiedene Einkäufer*innen des Antikhandel Pirna. Im letztgenannten Fall bestünde die Möglichkeit, über das Stadtarchiv Pirna zumindest bei Objekten mit Verkaufsdatum 1989 die privaten Verkäufer*innen oder staatlichen Abgabestellen zu identifizieren, siehe hierzu Boegner, Katja: Die Kaufverträge des VEB Antikhandel Pirna als Quelle für die Provenienzforschung, Beitrag auf Retour. Freier Blog für Provenienzforschung, https://retour.hypotheses.org/6792, zuletzt gesehen am 1.7.2026. ↩︎